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KNA-Extra
zur Kontroverse um die Traditionalisten |
Der Papst, die Pius-Brüder und die Schoah
Mit der Holocaust-Leugnung in einem Fernsehinterview hat Traditionalisten-Bischof Richard Williamson einen weltweiten Sturm der Entrüstung ausgelöst und den katholisch-jüdischen Dialog schwer belastet. Zugleich hat der Vorfall das Bemühen von Papst Benedikt XVI. um eine Überwindung der lefebvrianischen Kirchenspaltung von 1988 ins Zwielicht gerückt. Die sich überschlagenden Reaktionen und Klarstellungen von Rom bis Jerusalem haben schließlich zu einem beschleunigten Klärungsprozess in der katholischen Kirche beigetragen und auch die ultrakonservative Pius-Bruderschaft unter Druck gesetzt. Nach der Debatte um den alten lateinischen Messritus rückt nun die Frage nach der Verbindlichkeit des Zweiten Vatikanischen Konzils in den Mittelpunkt.
Die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) hat die wichtigsten Texte der heftigen Debatte in einer Sonderpublikation zusammengestellt. Unter dem Titel "Umstrittene Versöhnung: Die Traditionalisten-Kontroverse und der Dialog mit den Juden" enthält sie unter anderem die vatikanischen Dekrete über die Exkommunikation der Lefebvre-Bischöfe von 1988 und deren Aufhebung 2009, die Kontroverse um die alte Messe und die Juden-Fürbitte, den Wortlaut der Holocaust-Leugnung durch Bischof Williamson sowie die Reaktionen von katholischer und von jüdischer Seite und die Stellungnahmen des Papstes.
Eine erste Fortschreibung (bis 13.3.09) steht Kunden des Readers kostenlos zur Verfügung.
(© KNA 2009)
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